Von Naivität, Hoffnung und Angst – wie die Reise begann.

Da lernt man mit Ende 20 den Mann fürs Leben kennen, beide sind sich schnell sicher, der / die ist es, genau der / die und niemand anderes und erstmal ist alles perfekt.
Dann nach relativ kurzer Zeit (nicht mal ein Jahr) der Heiratsantrag und mitten rein in die Planungen für das große Fest. So weit immer noch alles perfekt.
Wenige Monate vor der Hochzeit dann die Entscheidung, ja wir wollen ein Baby. Also zack, Pille abgesetzt und zunächst keine großen Gedanken darüber gemacht, ob das denn alles so funktionieren wird.
Tja und dann geht die Reise los – eine Reise, die schier nicht enden will, eine Reise auf der wir uns immer noch befinden und die so unendlich schwer, traurig, aufregend, nervenaufreibend, stressig und einfach viel zu lange ist.

Die ersten wenigen Monate ohne Verhütung vergehen noch einfach so und anfangs machten wir uns noch keine Gedanken, als pünktlich jeden Monat die Mens eintrudelte. Doch irgendwie, ganz heimlich still und leise, wird mit jedem neuen Monat doch die Hoffnung größer, genauso wie die Angst.
Und das schlimmst an dieser Reise ist, dass die Naivität anfangs den größten Platz in unserem Koffer eingenommen hat. Schließlich denkt man schon seit gut 15 Jahre, dass schwanger werden furchtbar einfach ist und schon alleine dann passieren kann, wenn man einmal an einem einzigen Tag vergessen hat die Pille einzunehmen. Und so dachte auch ich bis vor 1,5 Jahren „Ok, lass uns ein Baby kriegen! Das ist ja ganz leicht und das Normalste der Welt.“
Das dachte ich vor allem auch deshalb weil meine Frauenärztin mir bei jedem Termin bei ihr seit Jahren immer wieder bestätigte, dass bei mir alles in bester Ordnung ist.

Tja, Pustekuchen!
Da sitze ich nun, den Kopf voller Gedanken, mittlerweile viel zu großem Wissen über die Vorgänge im weiblichen Körper und allem rund um das Thema Kinderwunsch und glaubt mir, nichts wäre mir lieber als das alles einfach gar nicht wissen zu müssen.

Da ich selbst gerne im Internet sämtliche Blogs und Foren durchforstet habe, ohne auch nur einen einzigen Kommentar oder Post zu hinterlassen, nehme ich euch nun mit auf meine Reise.
Vielleicht mache ich das Ganze aber auch nur um mir mal alles von der Seele zu schreiben und die Dinge zu sortieren…

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2 Kommentare zu „Von Naivität, Hoffnung und Angst – wie die Reise begann.

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